Der Bleistift und seine Verkaufsfomen

Der Bleistift, besser gesagt die Bleistiftmine, kann auf unterschiedliche Arten benutzbar gemacht werden. Ich möchte in diesem Beitrag die wichtigsten Formen erläutern, die ich zudem natürlich auch in meinem Geschäft verkaufe. Man kann sich gar nicht vorstellen, auf wie viele unterschiedliche Arten man so ein Graphitstäbchen “verpacken” kann.

Holzgefasste Bleistifte

Der Holzmantel schützt die Bleistiftmine und gibt ihr zusätzliche Festigkeit. Er kann einen sechseckigen, dreieckigen oder runden Querschnitt haben und erleichtert zudem das Halten. Bei einem hochwertigen Bleistift wird gerne Zedernholz verarbeitet, allerdings werden heutzutage auch andere Hölzer verwendet.
Bei einem qualitativ guten Bleistift liegt die Mine mittig im Holzmantel, rutscht nicht heraus, sitzt fest und das Holz splittert nicht beim Spitzen. Das Holz wird heute mit Wasserlacken überzogen. Diese Schutzschicht hilft dabei, dass sich Hautfette, Staub, Schmutz, Feuchtigkeit und natürlich auch Keime nicht in den Holzfasern festsetzen. Aus diesen Aspekten heraus sind unlackierte Stifte daher etwas differenzierter zu betrachten. Das Lackieren schützt aber nicht vor “Anknabbern”
Die beschiebenen Qualitätskriterien gelten natürlich nicht nur für den holzgefassten Graphitstift, sondern auch für Farbstifte und Stifte mit Spezialminen.
Bei manchen Graphitbleistiften wird auch das obere Ende mittels einer Tauchkappe geschützt. Andere besitzen einen mit Metallzwinge befestigten Radiergummi.

Ein Wort noch zum Spitzen von Bleistiften: Neben der guten Holzqualität ist auch ein scharfes Spitzermesser nötig, um einen Bleistift frustrationsfrei zu nutzen. Jedoch sollte man daran denken, das Messer bei häufiger Verwendung regelmäßig zu wechseln, denn auch ein noch so guter Spitzer wird einmal stumpf und reißt das Holz nur noch unter Kraftaufwendung weg, wodurch der Stift sehr leidet und man oftmals denkt, der Stift wäre von schlechter Qualität, obwohl nur das Spitzer-Messer stumpf ist.

Hoppala, fast hätte ich eine Form vergessen: den reinen Graphitstift. Bei der Firma Cretacolor heißt er Monolith. Dieser Stift ist nur lackiert, damit die Finger beim Zeichnen, dafür wird er zumeist verwendet, nicht schmutzig werden. Es gibt ihn nur in den weichen Härtegraden beginnend bei HB dann 2B, 4B, 6B, 8B und 9B. Um den Monolith gänzlich aufzubrauchen, kann man ihn in einen Bleistiftverlängerer stecken. Damit wird das Halten wieder angenehmer.

Fallminen- und Druck-Bleistifte

Ein Fallminen-Stift kann aus Kunststoff, Holz oder Metall bestehen. Er ist innen hohl und die lose Mine wird mit einer Greifmechanik festgehalten. Wenn der Stift nicht mehr benötigt wird, kann man die Mine gänzlich im Stift versenken und sie ist somit geschützt.
Im Gegensatz zu Druckbleistiften, die die Mine mit ihrer gefederten Mechanik stückchenweise nach vorne schieben, fällt die Mine beim Fallminenstift durch die Greifzangen durch, wenn man den Knopf gedrückt hält.
Die Mine des Fallminenstiftes hat einen Durchmesser von 2mm. Die unterschiedlichen Härtegrade sind direkt auf die Mine gedruckt. Zum Unterschied zu den Graphitminen erhalten diese Minen ihre Festigkeit nicht durch das Beimengen von Ton, sondern durch den Zusatz von Polymeren. Das gilt besonders für Druckbleistifte mit Durchmesser von 0,35 mm, 0,5 mm , 0,7 mm oder mehr (0,9/1,0 – 1,4 mm).
Für das Spitzen der Mine eines FallminenStiftes gibt es meherer Möglichkeiten: eine Spitzvorrichtung im Druckknopf, ein kleiner Handspitzer für 2mm-Minen oder eine Spitzmühle. Druckbleistiftminen muß man wegen des geringen Durchmesser nicht spitzen.
Fallminenstifte werden gerne im Techniker- oder Kunstlerbereich eingesetzt. Künstlergraphitminen haben allerdings einen größeren Durchmesser als 2 mm

Drehbleistifte

Ich kann mich noch erinnern, dass mein Opa einen alten Drehbleistift hatte. Die Mine von vorne nach zu füllen war eine heikle Angelegenheit. Ich durfte ihn nicht angreifen *seufz*. Heute ist das anders. Gerade für Kinder sind wieder Drehbleistifte auf dem Markt mit Minenstärken von 1,4 mm bis 3,15 mm. Stabilo, Pelikan und Lamy haben im Schreiblern-Bereich robuste Lernstifte entwickelt. Letzteren verkaufe ich auch in meinem Geschäft, die Ersatzminen habe ich für alle drei. Diese Stifte sind für die Kinder leicht nach zu füllen, da die Minen ja dicker sind und nur eine in den Stift passt. Wenn Sie den Lamy abc Schreiblern-Bleistift ausprobieren wollen, können Sie gerne mit ihrem Kind zu mir ins Geschäft kommen. Für diese Stifte gibt es im Design passende Spitzer.

Sie sehen, es gibt viele verschieden Bleistiftformen und dabei habe ich die Bleistifte, der hochwertigen Schreibgeräte-Serien bisher noch gar nicht angesprochen