Kreide, Kohle und Pastellstifte

Ach, was gibt es schöneres, als ein reines Blatt Papier umringt von Pastellkreiden, Bleistiften und Kohle. Ein Bild im Gedanken schon auf dem Papier. Die Finger voll Kreidestaub und mit jedem Strich wachsen und gedeihen die Gestalten. Oje, mich juckt es schon in den Fingern meinen Tisch daheim wieder voll zu räumen. Es gibt für mich keine schönere Zeichentechniken. Kohle und Kreide haben beide ihren eigenen Charakter und spielen gemeinsam eine Symphonie auf dem Papier – Gut, jetzt wird es zu lyrisch. Ich werde jetzt wieder sachlicher und stelle Ihnen meine “Lieblinge” einmal vor.

Zeichenkohle

Die Geschichte der Verwendung von Zeichenkohle reicht bis in Steinzeit zurück (natürlich fange ich schon wieder mit “Geschichte” an). Heute wird Zeichenkohle aus Ästen der Eiche, Weide und anderen leichten Hölzern hergestellt. Die verwendeten Äste dürfen keine Astlöcher oder andere Verwucherungen haben.
Das Holz wird im Verarbeitungsprozess nicht verbrannt, sondern nur verkohlt.

Kohle gibt es in unterschiedlichen Formen:
– Natur-Kohle (die natürliche Form der verwendeten Ästchen bleibt erhalten)
– Stäbchen
– Minen für Fallminenstifte
– Blöcke
– Stiftform
– Pulver

Das ausgewählte Holz und die sorgfältige Verarbeitung bestimmt die Qualität der Zeichenkohle.
Der Kohlestift ist eine noch relativ junge Form. Hier werden Bindemittel zugesetzt, um der Mine eine höhere Festigkeit zu verleihen.
Um eine noch tiefere Schwärze zu erzielen, kann Ruß der Kohlemischung hinzugefügt werden. Die Mine eines Kohlestifte bleibt aber bruchempfindlicher, als jene von Farb- oder Graphitstiften.

Arbeiten mit Kohle sollten mit einem Fixativ geschützt werden.

Ich habe in meinem Geschäft diverse Künstler-Zeichen-Sets, Einzelstifte und Naturzeichenkohle von Cretacolor. Papierwischer, Knetradiergummi und Fixativ finden sie auch in meinem Sortiment.

Farbkreiden

Kreide wurde im 15. Jahrhundert erstmals in Zeichnungen verwendet.
Kreide besteht aus weichem Kalkstein. Mit Wasser und Bindemittel wird es in eine Form gepresst. Diese kann als Stäbchen, Minen oder Blöcken im Handel erhältlich sein.

Wenn Eisenoxid der Kreide beigemischt wird, erhält man die klassische Rötelkreide. Diese Form der Kreide wurde von Leonardo da Vinci entwickelt. Seit dem entstanden verschiedene Farbkreiden wie Sepia, Ocker, Schwarzkreiden und verschiedene Grautöne.
Farbkreiden sind im Abstrich hart.
Wir bieten Ihnen Farbkreiden in Careé-Form in Braun- und Grauton-Sortimenten, Weißkreidestifte, Rötel- und Sepiastifte von Cretacolor.

Pastellkreiden

Das Wort “Pastell” hat seinen Ursprung im italienischen Wort “Pasta”, “Teig”. Mischungen aus Kreide, Farbpigmenten und verschiedenen Bindemitteln werden zu einem Teig verknetet, in Stiftform gebracht und getrocknet. Vom 17. bis zum 18. Jahrhundert wurden viele unterschiedliche Rezepturen entwickelt und weiter verbessert.
Pastellkreiden sind weicher als Farbkreiden. Sie sind deckend, auch hell auf dunkel, und untereinander mischbar.
Wie auch bei Kohle und Farbkreiden sollten die Arbeiten mit einem Fixativ geschützt werden. Zum Präsentieren an der Wand ist ein verglaster Rahmen unerlässlich.
Ich habe in meinem Geschäft Pastellkreiden in Careé-Form von Jaxell und die Pastellstifte CarbOthello von Stabilo und Pastellsortimente von Cretacolor in verschiedenen Packungsgrößen.

Wie Sie Pastellstifte anspitzen können, wie Sie einen Knetradierer und einen Papierwischer einsetzen erkläre ich Ihnen gerne bei mir im Geschäft. Vielleicht springt meine Begeisterung für diese Trockentechniken ja auch zu Ihnen über. Glauben Sie mir, es gibt (fast) nichts Schöneres als mit Kreiden zu Zeichnen.

Ich arbeite gerne mit den oben genannten Materialien. Schauen Sie einmal, was man damit machen kann!